Edit 26 August 23Uhr: Michael hat den Post auf Privat gesetzt, da die negativen Kommentare überhand nahmen.

Michael hat einen Artikel publiziert, den er The GOOGLE Snitch Vol. I nennt. Er hat eine Seite unter die Lupe genommen, die Ihre guten Position von mehreren Keys ganz offensichtlich mit eingekauften PR9 PR8 PR7 Links erlangt. Die Idee seines Experiments ist in regelmä?igen Abständen die eingekauften Links auch von den Unterseiten zu melden, um zu sehen, ob sich die Positionen für die speziellen Keys verändern. Der Post wird regelmä?ig geupdated und in einem Bild werden die Positionen der gemeldeten Unterseiten bzw. die Position der Keys der gemeldeten Unterseite dargestellt- rot für gemeldete Seiten:


Quelle: Image von Michael Seitz – ist nicht gehotlinkt- also schaut bei Ihm auf die Seite für die aktuelle Darstellung

Wie man in den über 40 Kommentaren sieht, führt so etwas immer zu einer Diskussion, die endlos weitergehen wird – da es für die einen richtig ist für die anderen falsch ist gekaufte Links zu melden. Es gibt die, die das Experiment gut finden, da sie keine Links kaufen. Es gibt die, die das Experiment als Petzen hinstellen, obwohl sie keine Links kaufen, aber die Art nicht für richtig halten. Es gibt die, die Links kaufen und es zum Kotzen finden, wenn jemand Linkkäufer verrät. Am Ende werden auch die, die es schlecht finden, immer wieder schauen, ob es reicht, dass eine einzige Person gekauft Links meldet. Wer viel Zeit hat und es noch nicht getan hat, der sollte mal über den Teich schauen und die Diskussions Zusammenfassung von SEOmoz in den USA lesen.

Man hat immer das Gefühl, dass vergessen wird, dass der eigentliche Gedanke von Google/Suchmaschinen war: eine Seite wird verlinkt, weil sie es Wert ist verlinkt zu werden. Wer also guten Inhalt produziert, der wird automatisch verlinkt und wird gefunden werden. So gesehen, muss man gar nichts machen. Kein Linktausch, kein Linkkauft, kein Bookmarking der eigenen Seiten, kein yiggen der eigenen Seite etc. Aber stimmt das? Wird eine kleine Seite ohne viele Seiten mit Top Inhalt automatisch gefunden und letztendlich verlinkt werden? Eine rhetorische Frage …

Don’t do evil – paid links are evil

Diese idealisierte Form der Verlinkung hat Google selber schon lange au?er Kraft gesetzt. Gefunden zu werden hat in der heutigen Zeit einen Wert. Genauso wie es im Sport einen Wert hat auf dem Treppchen ganz oben zu stehen. Da geht es schon lange nicht nur noch um den Ruhm wie früher. Auf Platz 1 für relevante Begriffe zu stehen ist bares Geld. Google verkauft mit ihren AdWords auch Links an die, die es nicht schaffen aus auf Platz 1 zu landen. Keine SEO Firma steckt nur Gottvertrauen in eine gute Seite. Es geht letztendlich in den Top-Positionen nur um eingekaufte oder verdiente LINKS. Jeder, der sich mal anschaut wie die Inhaber des SEO Zertifikates des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) arbeiten, wird dies bestätigt sehen. Natürlich Onpage, relevanter Inhalt etc. – aber dann Links – je älter und je themenrelevanter desto besser und wenn es hunderte von Euro kostet. Auf Platz 1 verdient man das xxfache. Die Ethik “Don’t do evil” wurde schon längst über Board geschmissen, auch bei Google.

Wer nun das Recht hat vorne zu stehen, darauf gibt es meiner Meinung nach keine befriedigende Antwort. Viele Ergebnisse dominieren die Portale, Preisvergleiche etc. die alle fette Links eingekauft haben. Lokal schaffen es ein paar, die gro?en Aufwand an Linkaufbau betrieben haben, sich an Wikipedia und den Portalen vorbeizuschieben. Ob es richtig ist Linkkauf zu melden? Am Ende wird das Melden von Links wieder nur die Kleinen treffen.

Keine Lösung in Sicht

Was wäre die Lösung? Alle die in der Top 50 sind nach dem Rotationsprinzip auf den unterschiedlichen Positionen darzustellen. Oder vielleicht die ersten 100 usw. Vielleicht ist es ja wie im Sport. Bald treten ein paar der Firmen vor uns sagen, ja wir haben Links eingekauft und möchten uns dafür entschuldigen. Bis dahin vergehen aber noch ein paar Jahre. Meiner Meinung nach könnte Google die Pagerank Darstellung abschalten und würde damit den Hobby SEOs und Linkverkaufportalen schon einmal das Wasser abgraben. Aber vielleicht schadet sich ja Google selber damit. Im Moment kann man bei Adwords immer noch Anzeigen für Paid Links schalten, also kein Grund zur Freude oder Sorge . Solange es um Geld geht, wird es immer Doping geben. Es wird weiter gefahndet, aber das ist ein Kampf gegen Windmühlen – “zum Glück ” (Anm d Red ;-)