oder: das letzte Bollwerk vor den SEO Callcentern
Hier mal wieder ein Beispiel, warum noch viel Aufklärungsarbeit beim Bürger gemacht werden muss bzw. was für ein Schaden penetrante SEO Callcenter anrichten – ungefähr so lautete die Unterhaltung mit einem Bekannten von mir, der die Firmenseite seiner Schwester erstellt hat:
Es geht darum eine Seite bei Google besser zu platzieren, jedoch soll die Architektur der Seite nicht angetastet werden. Denn ich habe die Seite mit einem Programm von Data Becker erstellt, was die Pflege und Aktualisierung sehr vereinfacht. Zwar habe ich noch ein paar Dateien im Nachhinein hoch geladen, jedoch sind die grundsätzliche Struktur des Aufbaus und Benennung der Seiten in der URL-Leiste vorgegeben.
Ich bin überzeugt, dass dort auf inhaltlichem und aufbautechnischem Wege nichts zu verbessern ist, was eine Google-Platzierung beeinflusst. Hier können nur außerhalb dieser Seite stehende Faktoren helfen (wie z.B. die Benennung und Verlinkung auf anderen Seiten), auf die ich aber keinen Einfluss habe.
Ich würde die Sache nicht forcieren, wenn nicht meine Schwester beinahe wöchentlich Anrufe und Angebote bekäme, die Seite zu optimieren. Diese Leute sind sehr hartnäckig und schicken dann (oft sehr aufwändig und hübsch bunt) 20-seitige Analysen und endlos lange Fehlerlisten. Sie bieten dann an, solche “schwerwiegenden Fehler, die eine bessere Platzierung bei Google verhindern” für viel Geld zu “reparieren”.
Sieht man sich das Zeugs genau an, ist es der reine Nepp. Meist sind es nur kleine html-Schönheitsfehler (überflüssige Wiederholungen einer Formatierungsvorgabe) oder irgendein Zeugs, was nach Auskunft von Google gewiss nichts bei Google beeinflusst.
Was soll ich dazu sagen. SEO ist keine Jeans. Was eine Jeans kostet weiß man. Was SEO kostet weiß selbst der Schwager nicht. Anrufen ist man so und so skeptisch gegenüber eingestellt. Vielleicht muss einfach nur herausgestellt werden, welchen Mehrwert/Umsatz man mit einer besseren Platzierung erreichen kann. Jeder Kunde sollte wissen was er sich von einer besseren Platzierung verspricht. Von ertragsabhängiger Bezahlung halten viele Kollegen nichts. Bei kleineren Kunden meiner Meinung nach ein Kompromiss. Also eine Kombination aus Fixkosten und erfolgsabhängiger Bezahlung + monatliche Kosten. Aber unterem Strich muss Leistung einfach bezahlt werden, aber auch geliefert werden.
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Meine Name ist Georg Matzat. In meinem Blog schreibe ich ab und zu über Online Marketing, SEM, SEO und aus dem Leben.






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Blogaddict
November 16th, 2008 at 6:08 pm
1Manueller Kommentar-Spam…
André vom boschblog hat sich die Mühe gemacht – vermutlich mit der Energie eines Wutanfalls – und die gesammelten Kommentare einer Münchner “SEO-Agentur” gesammelt. Unter diversen Namen war das offensichtlich vielköpfige Team bei ihm aktiv und ha…
Benjamin Wingerter
November 19th, 2008 at 12:39 am
2Potentielle Kunden anzurufen funktioniert so gut wie nie. Hier klingt es sogar so, als wären die Telefonterroristen keine geschulten Mehrwert-Erklärer, sondern Aufschwätzer. Das ist als würd ich dem potentiellen Kunden einen Stein an den Kopf werden, an dem meine SEO-Visitenkarte klebt. FALSCH! – Ich finde eine höfliche und vor allem zurückhaltende e-mail mit der Frage ob eine kostenlose Beratung erwünscht sei, weil man ein paar Möglichkeiten zur schnellen Optimierung gesehen hätte, besser. Natürlich nur dann, wenn man wirklich durch eine schnelle Optimierung etwas merkbar verbessern kann. Weitergehende Aktionen kann man dem Kunden dann viel einfacher als wichtig erklären. Wie ging es jetzt weiter mit der Seite der Schwester? Hast Du mal drüber gekuckt?
skuub
November 19th, 2008 at 2:51 am
3Hallo Benjamin,
ich mache es auch so wie Du. Allerdings kann man schon bei einem potentiellen Kunden anrufen und genau wie Du in der Email fragen, ob man dem Kunden ein paar Informationen zuschicken darf. So hat man schneller Feedback, ob Interesse besteht oder nicht.
Zu Deiner Frage: ja ich habe über die Seite geschaut und man kann schnell was machen und sollte es in dem Bereich auch machen – geht halt nichts über eine Empfehlungen
togis
November 21st, 2008 at 9:56 am
4Hi skuub,
der Schwager vom Kunden weiß immer ALLES besser – nicht nur was SEO kostet. Das ist ein Naturgesetz. Wenn es regnet wird die Straße nass.
Was man dagegen tun kann? LAUF! Nein – SCHNELLER! LAUF SKUUB – LAUF!!!
Ein ehemaliger Kollege hat gesagt: “Jeder hat die Kunden die er verdient”. Mehr kann man dazu nicht sagen. Schnell weg. Der liebe Mann ist wieder ein typisches Beispiel der “abgeschlossenen Halbbildung”. Er bittet um Hilfe wie es machen soll (natürlich nur weil die Schwester nervt, nicht weil er es für nötig hält) – versuchst Du es ihm zu erklären weiß er alles besser.
In meinen Augen gibt nur zwei Möglichkeiten – schnell weg oder langwierige psychologische Behandlung.
Was die CallCenter angeht – die arbeiten mit Quoten. Ruf 1000 an hast Du 10 Kunden – nach mir die Sintflut. Ruf 10000 an hast Du 100. Das funktioniert. Allgemeine Aufklärungsarbeit würde die Quote verbessern, aber nicht deren Vorgehensweise.
Bleibt mal wieder nur der gute alte Spruch – es gibt nicht gutes außer man tut es. Lasst Taten sprechen dann kommen die von ganz alleine angewackelt.
In diesem Sinne happy SEOing – ich bin dann mal weg
togis
Lustige Kaltakquise von Online Marketing Agenturen | Frank the Tank
November 29th, 2008 at 10:27 pm
5[...] andere Seite, den harten Agenturalltag, hat Skuub in seinem Artikel “Der Schwager des Kunden weiss es besser” beschrieben. Auch nice! November 29, 2008 | Mehr zum Thema Online [...]
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